Es gibt keine strenge (gesetzliche) Definition, aber für uns geht es um möglichst unverfälschte Weine. Selbst im biologischen und biodynamischen Weinbau sind noch jede Menge Eingriffe im Keller möglich (und Häufig): das geht von der Verwendung von Zuchthefen, über das Hinzufügen von Säure, Zucker, Tannin, Schönungsmitteln, Enzymen, Konservierungs- und Farbstoffen bis hin zu diversen technischen Verfahren wie Filtration oder Umkehrosmose (zum Beispiel zur Verringerung des Alkohols). Naturwein bewegt sich am unteren Ende der Skala möglicher Eingriffe. Das muss nicht immer ein vollständiger Verzicht auf sämtliche Mittel sein, aber doch ein sehr weitreichender. Aber auch Naturwein basiert immer auf biologischem und biodynamischem Anbau.
Das ist schwer zu verallgemeinern. Naturwein kann auch ganz ähnlich schmecken wie "normaler" Wein. Aber es sind auf jeden Fall mehr Aromen und Geschmäcker "erlaubt": während konventionell produzierte Weine meist von Fruchtaromen getragen sind (denkt an die klassischen Riesling-Aromen: Pfirsich, Aprikose, Apfel, etwas Zitrus), sind Naturweine manchmal roher, wilder, oft erdiger. Es gibt auch häufiger ätherische und pflanzliche Aromen. Weißwein kann auch mal nach Apfelmost riechen und schmecken, hat manchmal ganz leichte oder auch stärkere stärkere oxidative Noten, Jod, hefige Töne, auch tee-artige Tannine. Bei Rotwein schmecken wir öfter eine erdige Richtung: Kräuter, Blätter, Unterholz. Auch animalische Noten, wie Stall oder Fleisch kommen mal vor. Grundsätzlich ist die Vielfalt möglicher Aromen einfach viel größer, wenn weniger Kontrolle ausgeübt und kein markttauglicher Durchschnittsgeschmack angesteuert wird. Winzer wie unser Patrick Meyer sprechen, wenn überhaupt, übrigens ohnehin lieber über die Wirkung ihrer Weine als über Frucht eins und Kraut zwei. Es geht um Spannung, Vibration und Lebendigkeit. Bei Wein beschränkt sich die Wirkung nicht auf Schwips plus Aroma – wir fühlen eigentlich ziemlich genau, was uns gut tut und was nicht. Gerade in dieser Hinsicht unterscheidet sich für uns natürlicher Wein von konventiollem.
Naturwein gibt es schon seit zirka 8.000 Jahren. Damals wurden bei der Weinproduktion natürlich keine Unmengen an Hefen, Vitaminen und Enzymen beigemischt oder mit Umkehrosmose und Tanninpulver gearbeitet – Techniken, die heutzutage im konventionellen Weinbau Gang und Gäbe sind. Die Trauben wurden einfach gepresst und zu Wein vergoren. Naturwein an sich ist also nichts Neues. Die Naturweinbewegung, an der sich die Geister seit einigen Jahren scheiden, jedoch schon. Die Anhänger der Naturwein-Kernszene beziehen sich immer wieder auf Jules Chauvet (1907–1989), einen studierten Chemiker und Winzer aus dem Beaujolais. Als es im Beaujolais noch um schnelle Vinifikation und die Bedienung der Märkte ging, strebte er danach, die Qualität seiner Weine zu verbessern. Das hieß für ihn: eine Landwirtschaft ohne chemische Dünger und Herbizide, keine Chaptalisation, keine Reinzuchthefen, keine Filtration, keine Schönung und kein Zusatz von Schwefel. Dabei ging es ihm weniger um Ideologie als um Qualität. Er wollte Weine machen, die möglichst pur und gut trinkbar sind. Davon ließen sich andere Winzer inspirieren: zunächst Marcel Lapierre, Jean Foillard, Guy Breton und Jean-Paul Thevenet (Beaujolais), Nicolas Joly (Loire), Josko Gravner (Friaul) und später auch zahlreiche andere. Es waren jedoch jahrelange Experimente vonnöten, im Ausbau, in der Vinifikation, ob mit Schwefel oder ohne, wenn ja, wie viel, bis die Weine ein Level an Stabilität, Haltbarkeit und auch klarem Geschmack hatten, das die Winzer erreichen wollten.
Nein. Damit eine Entwicklung hin zu natürlicheren Weinen aus nachhaltigerem Anbau stattfinden kann, ist es auch wichtig – besonders wichtig sogar – Winzer*Innen auf ihrem Weg zu begleiten, und ihnen Veränderung und Entwicklung zu ermöglichen. Wir sehen uns als Partner auf diesem Weg, und wir beobachten immer wieder, dass langjährige Gefährten erste Schritte in dieser Richtung tun. Wir sind stolz, wenn wir dabei eine kleine Rolle spielen konnten. Insgesamt wächst der Anteil von Naturweinen in unserem Sortiment aber immer weiter, und liegt inzwischen bei etwa 2/3.

Nein! Aber wir sprechen viele der relevanten Entscheidungen mit den Winzer*Innen ab und können so Einfluss auf den Stil der Weine nehmen.
Zum einen sicherlich als kreatives Outlet. Buchhändler sind wahrscheinlich auch oft verkappte Autoren. Aber es öffnet auch eine neue, spannende Ebene mit unseren Winzer*Innen: die Zusammenarbeit, die Planung, das Design, der gesamte Prozess bringt uns näher zusammen – und das ist ein sehr gutes Gefühl. Wir machen sie aber auch, weil wir das Gefühl haben, , dass wir unserem Sortiment (und ihrem) damit einen Gefallen tun. Letztendlich also natürlich auch für Euch!

Am besten schickt Ihr uns eine Email an bestellung@viniculture.de und schildert uns kurz, worum es geht. Wir melden uns dann sicher bei Euch!
Wenn Ihr uns eine kurze Mail an bestellung@viniculture.de schreibt, schicken wir Euch gerne eine zu.
Montag bis Freitag fahren wir in Berlin Weine aus und versenden per UPS. Am Wochenende liefern und versenden wir nicht.
Ab 150,- Euro liefern und versenden wir freihaus.
In Berlin fahren unsere eigenen Fahrer die Weine aus, d.h. Ihr bekommt sie in der Regel innerhalb von 48 Stunden. National und international versenden wir die Weine mit UPS oder per Logisitiker, das dauert dann meistens 2-5 Werktage.
Ab 150,- Euro liefern und versenden wir freihaus.
Für die Gastronomie gibt es die Möglichkeit, auf Rechnung (14 Tage) zu kaufen oder via SEPA-Lastschrift.
Ja! Schreibt uns einfach eine Mail mit Eurer Anfrage an bestellung@viniculture.de.
Ja. Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 18 Uhr erreicht Ihr uns unter der +49 30 883 81 74.