Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Jetzt zum Newsletter anmelden und 10 % Rabatt auf die erste Bestellung erhalten.

Deep Dive · Burgenland

Gut Oggau, eine Weinfamilie

Wer hinter Gut Oggau steht, warum jede Flasche ein Gesicht hat und was die sechs Weine aus unserem Paket „Linie: Oggau“ unterscheidet, vom Weingarten bis in den Keller.

Die Reihenfolge ist zugleich eine Probierreihenfolge: erst die junge Generation, dann die Eltern.

Paket: 239 € statt 268,40 €

Die sechs Weine von Gut Oggau aus dem Paket Linie: Oggau bei Viniculture

2007

gekauft von Stephanie und Eduard Tscheppe

20 ha

in vielen kleinen Parzellen am Neusiedler See

Demeter

biodynamisch, von Hand und mit Pferden

0 Schwefel

zugesetzt, dazu unfiltriert und ungeschönt

Direkt zu:

Theodora Winifred Atanasius Timotheus Eugenie Josephine

Das Gut

Wer

Stephanie und Eduard Tscheppe haben Gut Oggau 2007 gekauft, ein altes Weingut in Oggau am Neusiedler See im Burgenland. Der Hof stammt aus dem 17. Jahrhundert. Stephanie kommt aus einer Gastronomenfamilie, hat Fotografie gelernt und in Lausanne Hospitality Management studiert. Eduard kommt aus einer Winzerfamilie, hat Weinbau gelernt und Wirtschaft studiert.

Im Weingarten

Seit dem Kauf wird biodynamisch gearbeitet, von Hand und mit Pferden, heute mit Demeter-Zertifikat. Das heißt: keine synthetischen Dünger, keine Herbizide, keine synthetischen Spritzmittel. Zum Pflügen kommt immer öfter ein Pferd statt eines Traktors, das Ziel ist, irgendwann ganz ohne Maschinen auszukommen.

Im Keller

Alle Weine werden gleich behandelt: spontan vergoren mit den eigenen Hefen, nicht geschönt, nicht filtriert, ohne zugesetzten Schwefel. Trübung und Depot sind für die Tscheppes ein Zeichen von Leben. Ausgebaut wird in Fässern von Stockinger, vom 500-Liter-Fass bis zum 3000-Liter-Fass.

Gut zu wissen

Am Anfang wollte in Österreich kaum jemand diese Weine, den Begriff Naturwein gab es noch gar nicht. Die ersten Kunden saßen in Kopenhagen, London und Japan. Bis heute gehen weit über 90 Prozent der Flaschen ins Ausland. 2021 hat Gut Oggau für den dänischen Möbelhersteller Fritz Hansen vier Stühle von Arne Jacobsen mit Rotwein gefärbt, von hell bis tiefrot. Verkauft wurde davon nichts.

Hinfahren: Von April bis September ist mittwochs und donnerstags von 10 bis 17 Uhr Ab-Hof-Verkauf, an einigen Wochenenden im Jahr öffnet der Heurige.

„Nach dem ersten Jahrgang war es, als hätte ich lebende Menschen im Keller.“

Eduard Tscheppe

Die Gesichter

Jede Flasche von Gut Oggau trägt ein Gesicht und einen Vornamen. Die Gesichter sind erfunden. Sie zeigen den Eindruck, den ein Wein auf die Familie macht.

Drei Generationen

Die junge Generation ist jugendlich, unbekümmert und voller Energie. Die Eltern sind lebenserfahren und gelassen, mit Tiefe und Würde. Die Großeltern kommen aus den ältesten Lagen. Zu welcher Generation ein Wein gehört, entscheidet der Weingarten: Die Jungen wachsen im Flachland auf Schotter, bei Atanasius auch auf Kalk. Die Eltern stehen an den Hängen und oben auf dem Plateau, auf Kalk, Schiefer und Quarz. Behandelt werden alle gleich, den Unterschied macht die Natur.

Die Etiketten

Gestaltet hat die Etiketten die Agentur Jung von Matt in Wien. 2009 gewann das Design Gold beim Werbefestival in Cannes, in der Kategorie Verpackungsdesign. Auf den Rückenetiketten älterer Jahrgänge standen kleine Familiengeschichten wie in einer Seifenoper. Eine davon: Onkel Emmeram vermutet, dass Theodora eigentlich seine Tochter ist.

Keine Rebsorten

Vorne auf dem Etikett steht keine Rebsorte, nur Gesicht, Name und Jahrgang. Jeder Wein ist ein Weingartenverschnitt: Was im Weingarten zusammen wächst, kommt zusammen in den Wein. Eduard bringt es auf einen Satz: Die Weingärten sind immer dieselben, das ist die Konstante.

Der Jahrgang 2025

In Österreich begann das Jahr mit einem trockenen Frühjahr. Austrieb war Mitte bis Ende April, die Blüte kam Anfang Juni, rund zwei Wochen später als 2024. Mai und Juni brachten Regen, danach Hitze bis Anfang Juli, einen kühleren Juli mit Niederschlag und einen August mit warmen Tagen und kühlen Nächten. Für das Burgenland wurde der Beginn der Hauptlese um den 8. September erwartet, dazu fruchtbetonte, eher leichtere Weine mit guter Balance zwischen Zucker und Säure. Die fünf 2025er aus dem Paket liegen alle bei 11 bis 12 Prozent Alkohol.

Teil 1

Die Jungen

Flachland, Schotter, 120 Meter über dem Meer

Gut Oggau Theodora Weiss 2025

1 · Weiss

Theodora 2025

Verführerisch, frech, temperamentvoll und ein wenig stur. Theodora weckt das Rebellische.

11 % Alkohol · 1,2 g/l Restzucker · 12 bis 15 °C · 25 hl/ha · hält 15 Jahre

Der Weingarten

Rund 40 Jahre alte Reben im Flachland, auf Schotter, 120 Meter über dem Meer. Die meisten Stöcke sind im Guyot erzogen, ein Teil am Einzeldraht.

Im Keller

Abgebeert, ein Teil der Trauben lag zehn Tage auf der Maische. Spontan vergoren in Fässern von 500 bis 3000 Litern, sieben Monate auf der Feinhefe, abgefüllt im April 2026.

Gut zu wissen

Theodora war nicht immer so trocken: Der Jahrgang 2015 hatte etwas Restsüße und kam in einer Sektflasche. Eduard beschrieb sie damals als Stillwein mit einem Hauch Kohlensäure. Bei uns im Laden ist Theodora gerade offen.

Zum Wein: 32,90 € →

Gut Oggau Winifred Rosé 2025

2 · Rosé

Winifred 2025

Lebendig an der Oberfläche, darunter Tiefe. Winifred räumt mit Klischees über Rosé auf.

12 % Alkohol · 1,7 g/l Restzucker · 12 bis 15 °C · 25 hl/ha · hält 15 Jahre

Der Weingarten

40 Jahre alte Reben im Flachland, auf Schotter, 120 Meter über dem Meer, im Guyot erzogen. Winifred kommt aus einem eigenen Weingarten für Rosé und ist kein Nebenprodukt der Rotweinbereitung.

Im Keller

Abgebeert, nur einige Stunden auf der Maische. Spontan vergoren in Fässern von 500 bis 3000 Litern, sieben Monate auf der Feinhefe.

Zum Wein: 32,90 € →

Gut Oggau Atanasius Rot 2025

3 · Rot

Atanasius 2025

Auf Atanasius ist Verlass. Kräftig, direkt, fest verwurzelt im Schotter, und er folgt seinem Instinkt.

11 % Alkohol · 1,9 g/l Restzucker · 16 bis 18 °C · 25 hl/ha · hält 15 Jahre

Der Weingarten

40 Jahre alte Reben im Flachland, auf Schotter und Kalk, 120 Meter über dem Meer. Erzogen wird hier von Stock zu Stock verschieden.

Im Keller

Teilweise abgebeert, ein Teil zehn Tage auf der Maische. Vergoren im Holzbottich und im offenen Holzfass, danach zehn Monate in gebrauchten Fässern mit 500 und 1000 Litern. Abgefüllt im Juni 2026.

Gut zu wissen

Ein Rotwein mit nur 11 % Alkohol, gemacht für den Esstisch: Atanasius ist eher ein Begleiter zum Essen als ein Wein für sich allein. Auch er ist bei uns im Laden gerade offen.

Zum Wein: 32,90 € →

Teil 2

Die Eltern

Hänge und Plateau, Kalk, Schiefer und Quarz

Gut Oggau Timotheus Weiss 2025

4 · Weiss

Timotheus 2025

Tiefgang und Würde, ein ironischer Witz, eine mächtige Statur. Timotheus erzählt von Kalk und Schiefer.

12 % Alkohol · 0,7 g/l Restzucker · 14 °C · 20 hl/ha · hält 15 bis 20 Jahre

Der Weingarten

45 Jahre alte Reben an Ost- und Südosthängen, auf Kalk und Schiefer, 150 bis 200 Meter über dem Meer, im Guyot erzogen.

Im Keller

Abgebeert, ein Teil zehn Tage auf der Maische, spontan vergoren. Zehn Monate in Fässern mit 500 und 1000 Litern. Mit 0,7 Gramm Restzucker knochentrocken.

Zum Wein: 54,90 € →

Gut Oggau Eugenie Weiss 2025

5 · Weiss

Eugenie 2025

Eugenie ist die Jüngste im Haus. Sie wächst in einem Weingarten, den die Familie selbst gepflanzt hat.

11 % Alkohol · 1 g/l Restzucker · 14 °C · 15 hl/ha · hält 15 bis 20 Jahre

Der Weingarten

Sechs Jahre alte Reben ganz oben auf dem Plateau, auf Schiefer und Quarz, 250 Meter über dem Meer. Jeder Stock steht für sich, ohne Draht, zwischen Bäumen, Sträuchern und Kräutern. Die Arbeit machen die Pferde, keine schweren Maschinen. Der Ertrag ist der niedrigste der sechs Weine. Gepflanzt wurde ein gemischter Satz aus pilzwiderstandsfähigen Sorten.

Im Keller

Abgebeert, ein Teil vier Tage auf der Maische. Vergoren und zehn Monate ausgebaut im Holzfass.

Gut zu wissen

Eugenie ist eine echte Rarität: Vom Jahrgang 2024 gab es gerade einmal 414 Flaschen. Für Eduard ist dieser Weingarten sein ganzer Stolz.

Zum Wein: 59,90 € →

Gut Oggau Josephine Rot 2024

6 · Rot

Josephine 2024

Südländisches Temperament und nördlicher, trockener Humor. Hell, verspielt, warm und fürsorglich, ein Freigeist.

12 % Alkohol · 0,7 g/l Restzucker · 16 bis 18 °C · 30 hl/ha · hält 20 Jahre

Der Weingarten

35 Jahre alte Reben an einem Ost- und Südosthang, auf Kalk, 180 Meter über dem Meer, im Guyot erzogen.

Im Keller

Teilweise abgebeert, ein Teil zehn Tage auf der Maische. Spontan vergoren in einem einzigen 3000-Liter-Fass, dann 18 Monate auf der Feinhefe. Kein anderer Wein im Paket hatte so viel Zeit. Abgefüllt im April 2026.

Der Jahrgang 2024

Ein kühles, feuchtes Frühjahr, danach ein sehr heißer, trockener Sommer. Anfang August kam eine kalte, nasse Phase, die Lese selbst war warm und trocken.

Gut zu wissen

Was man in den Gesichtern sieht, ist Geschmackssache: Eine Verkosterin erkannte in Theodora die Modejournalistin Anna Wintour und in Josephine eine Yogalehrerin aus San Francisco.

Zum Wein: 54,90 € →

Alle sechs nebeneinander

Lerne die Familie in der richtigen Reihenfolge kennen.

Erst Theodora, Winifred und Atanasius aus dem Flachland, dann Timotheus, Eugenie und Josephine von den Hängen und vom Plateau. Achte darauf, wie der Boden von Schotter zu Kalk, Schiefer und Quarz wechselt und was das mit Spannung und Tiefe im Glas macht.

Theodora und Atanasius sind bei uns im Laden in der Grolmanstraße offen. Am Samstag, 28. November, ist Gut Oggau bei unserer ViniBAR III von 14 bis 19 Uhr selbst da. Wer das Paket kauft, bekommt an dem Tag einen Coin gratis, einfach Namen an der Kasse nennen.

Zum Paket: 239 €

Fragen zu den sechs? Schreib uns oder komm in die Grolmanstraße, wir erzählen gern mehr.