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Az. Agr. Philine Isabelle

 Philine-Isabelle-Dienger-Profil-1PHILINE ISABELLE DIENGER
Az. Agr. Philine Isabelle

"Wenn sie über Wein spricht, über das Schattenspiel der Blätter und Trauben, ist da eine Empathie und ein Feingefühl, wie ich es selten erlebt habe."
– Holger Schwarz

Philine und Holger haben eine Geschichte, die schon Jahre zurückreicht. Sie haben sich 2012 beim Weingut Odinstal kennengelernt, wo Philine ganze fünf Jahre lang gearbeitet hat. Sie war damals schon Feuer und Flamme für die Biodynamie – und auch für Naturweine, was damals noch eine Seltenheit war. Also hat Holger eine Flasche Sancerre von Sébastien Riffault aus dem Kofferraum gefischt und die beiden haben auf dem Parkplatz zusammen probiert und sich ausgetauscht.

Den Kontakt haben Holger und Philine all die folgende Jahre gehalten, zusammen mit Max Geitlinger in Baden sogar schon einmal einen Wein, La Chasse, gemacht. Bezeichnender war vielleicht noch ein Seminar, dass sie mit Dr. Geier in Berlin veranstaltet haben: es ging um Wirksensorik – um eine andere Art der Wahrnehmung und eine neue Sprache dafür.Aber wir greifen voraus...

Philine muss Holger schon damals bei Odinstal ziemlich beeindruckt haben, denn für ihn stand seitdem fest, dass er mit ihr arbeiten wollte. Aber da stand sie gerade erst am Anfang ihrer Karriere: die nächsten Jahre führten sie erst zu Martin Gojer und Pranzegg (Südtirol) – dessen "rechte Hand und linke Hirnhälfte" sie nach eigenen Worten war – und schließlich ins Management beim Weingut Heinrich (Neusiedlersee). Wo auch immer sie hinging, hinterließ sie eine Spur, eine eigene Signatur. Aber weil das nicht reichte, bildete sie sich nebenbei bei Simonit & Sirch in Sachen sanfter Rebschnitt fort, den sie fortan auch anderen nahe- und beibrachte. Die verbleibende Freizeit verbrachte sie auf dem Dottenfelderhof bei Frankfurt und bei anderen Biodynamikern für "hardcore Vertiefungsmonate", wie sie das nennt. Dass es darüber hinaus Ernten und Aufenthalte hier und da und anderswo gab, überrascht dann kaum noch, aber die Liste liest sich so schön, dass wir sie nicht vorenthalten wollen: Alois Lageder (Alto Adige), Julien Labet (Jura), Victoria Torres Pecis (La Palma) und – Giuseppe Rinaldi (Piemont)!

Seit Jahren schon sind wir auf der Suche nach einem Weingut in den piemontesischen Langhe um Barolo und Barbaresco. Und bisher ist es noch immer aus verschiedensten Gründen gescheitert. Dass nun Philine beschlossen hat, ausgerechnet dort, in Preda, also zwischen La Morra und Barolo, ihr Weingut Azienda Agricola Philine Isabelle zu gründen, hätte ein schönerer Zufall nicht sein können! Dass sie ihre Weine jetzt auch noch im sagenumwobenen Keller von Giuseppe Rinaldi machen kann, ist nur das i-Tüpfelchen.
Philine-Isabelle-Dienger-Profil-3Die Reben (o,8 ha Nebbiolo & 0,3 ha Chardonnay) konnte sie von Luciano Bianco übernehmen. Die winzige Parzelle Nebbiolo hat der heute 83-jährige eigenhändig im Weinberg veredelt, das heißt: statt (wie heute üblich) die Reben fertig aus der Rebschule zu kaufen, hat er erst Unterlagsreben gepflanzt, und den Nebbiolo dann später vor Ort darauf gepfropft, und zwar mit einer besonders schonenden Methode – über die ihr am besten Philine selbst befragt, die kann schöner davon schwärmen. Es musste jedenfalls genau diese Parzelle sein!
Jetzt umsorgt Philine sie nach allen Regeln der biodynamischen Kunst (und darüber hinaus): "eine hingebende, mitfühlende, eine der Kultur gerecht werdende Perfektion" leitet sie an, die für Philine mehr mit der Meisterschaft japanischer Handwerker zu tun hat als mit engstirniger, verkopfter Berechnung. Ein Beispiel wäre das Bogen-Wickeln der Triebe: eine ziemlich aufwendige manuelle Prozedur, die den Laubschnitt ersetzt, und dadurch die innere Balance der Pflanze erhält. Das wiederum wirkt sich positiv auf die Balance im Wein aus, erklärt Philine. Dieser enorme Aufwand ist nur handhabbar, wenn man wenig Fläche zu bewirtschaften hat, weshalb Philine ihr Weingut auch in dieser Größe erhalten will. Vielleicht wäre maximal noch Luft für knapp einen halben Hektar, meint sie.
Darüber hinaus bezieht sie négoce Trauben von Massimo und Luigi Veglio: Dolcetto, Barbera und Nebbiolo. Der Anbau dieser Trauben erfolgt zwar "nur" biologisch – aber noch in diesen Parzellen bringt Philine selbst die biodynamischen Präparate aus!
Philine-Isabelle-Dienger-Profil-2Ihr eigener Nebbiolo wächst in Preda, einer MGA (menzione geografica aggiuntiva) der Barolo-Appellation (die Franzosen nennen das lieut dit oder climat). Preda liegt auf der gleichen Formation von St. Agata Mergel wie die berühmten Lagen Brunate und Cannubi, ein kleines Stück südöstlich von ihnen (zwischen Cannubi und Vignane, um genau zu sein) und mit östlicher Ausrichtung. Die Trauben aus dieser Lage wandern samt und sonders in ihren Barolo. Der Chardonnay wurde 1990 gepflanzt und ist definitiv eine Rarität in dieser Ecke – wir sind schon sehr gespannt, was Philine daraus zaubert.
Zum négoce: Ihren Barbera bezieht Philine aus Monforte, den Dolcetto aus Diano d'Alba (das tatsächlich eine eigene DOCG für gerade diese Rebsorte hat), und der Langhe Nebbiolo stammt aus einer Barolo-Lage in La Morra.

Wir sind froh, endlich das perfekte Weingut für uns in den Langhe gefunden zu haben. Aber noch glücklicher sind wir darüber, endlich mit Philine und ihren Weinen arbeiten zu können! It's been a long time in the making.

 

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Az. Agr. Philine Isabelle

 Philine-Isabelle-Dienger-Profil-1PHILINE ISABELLE DIENGER
Az. Agr. Philine Isabelle

"Wenn sie über Wein spricht, über das Schattenspiel der Blätter und Trauben, ist da eine Empathie und ein Feingefühl, wie ich es selten erlebt habe."
– Holger Schwarz

Philine und Holger haben eine Geschichte, die schon Jahre zurückreicht. Sie haben sich 2012 beim Weingut Odinstal kennengelernt, wo Philine ganze fünf Jahre lang gearbeitet hat. Sie war damals schon Feuer und Flamme für die Biodynamie – und auch für Naturweine, was damals noch eine Seltenheit war. Also hat Holger eine Flasche Sancerre von Sébastien Riffault aus dem Kofferraum gefischt und die beiden haben auf dem Parkplatz zusammen probiert und sich ausgetauscht.

Den Kontakt haben Holger und Philine all die folgende Jahre gehalten, zusammen mit Max Geitlinger in Baden sogar schon einmal einen Wein, La Chasse, gemacht. Bezeichnender war vielleicht noch ein Seminar, dass sie mit Dr. Geier in Berlin veranstaltet haben: es ging um Wirksensorik – um eine andere Art der Wahrnehmung und eine neue Sprache dafür.Aber wir greifen voraus...

Philine muss Holger schon damals bei Odinstal ziemlich beeindruckt haben, denn für ihn stand seitdem fest, dass er mit ihr arbeiten wollte. Aber da stand sie gerade erst am Anfang ihrer Karriere: die nächsten Jahre führten sie erst zu Martin Gojer und Pranzegg (Südtirol) – dessen "rechte Hand und linke Hirnhälfte" sie nach eigenen Worten war – und schließlich ins Management beim Weingut Heinrich (Neusiedlersee). Wo auch immer sie hinging, hinterließ sie eine Spur, eine eigene Signatur. Aber weil das nicht reichte, bildete sie sich nebenbei bei Simonit & Sirch in Sachen sanfter Rebschnitt fort, den sie fortan auch anderen nahe- und beibrachte. Die verbleibende Freizeit verbrachte sie auf dem Dottenfelderhof bei Frankfurt und bei anderen Biodynamikern für "hardcore Vertiefungsmonate", wie sie das nennt. Dass es darüber hinaus Ernten und Aufenthalte hier und da und anderswo gab, überrascht dann kaum noch, aber die Liste liest sich so schön, dass wir sie nicht vorenthalten wollen: Alois Lageder (Alto Adige), Julien Labet (Jura), Victoria Torres Pecis (La Palma) und – Giuseppe Rinaldi (Piemont)!

Seit Jahren schon sind wir auf der Suche nach einem Weingut in den piemontesischen Langhe um Barolo und Barbaresco. Und bisher ist es noch immer aus verschiedensten Gründen gescheitert. Dass nun Philine beschlossen hat, ausgerechnet dort, in Preda, also zwischen La Morra und Barolo, ihr Weingut Azienda Agricola Philine Isabelle zu gründen, hätte ein schönerer Zufall nicht sein können! Dass sie ihre Weine jetzt auch noch im sagenumwobenen Keller von Giuseppe Rinaldi machen kann, ist nur das i-Tüpfelchen.
Philine-Isabelle-Dienger-Profil-3Die Reben (o,8 ha Nebbiolo & 0,3 ha Chardonnay) konnte sie von Luciano Bianco übernehmen. Die winzige Parzelle Nebbiolo hat der heute 83-jährige eigenhändig im Weinberg veredelt, das heißt: statt (wie heute üblich) die Reben fertig aus der Rebschule zu kaufen, hat er erst Unterlagsreben gepflanzt, und den Nebbiolo dann später vor Ort darauf gepfropft, und zwar mit einer besonders schonenden Methode – über die ihr am besten Philine selbst befragt, die kann schöner davon schwärmen. Es musste jedenfalls genau diese Parzelle sein!
Jetzt umsorgt Philine sie nach allen Regeln der biodynamischen Kunst (und darüber hinaus): "eine hingebende, mitfühlende, eine der Kultur gerecht werdende Perfektion" leitet sie an, die für Philine mehr mit der Meisterschaft japanischer Handwerker zu tun hat als mit engstirniger, verkopfter Berechnung. Ein Beispiel wäre das Bogen-Wickeln der Triebe: eine ziemlich aufwendige manuelle Prozedur, die den Laubschnitt ersetzt, und dadurch die innere Balance der Pflanze erhält. Das wiederum wirkt sich positiv auf die Balance im Wein aus, erklärt Philine. Dieser enorme Aufwand ist nur handhabbar, wenn man wenig Fläche zu bewirtschaften hat, weshalb Philine ihr Weingut auch in dieser Größe erhalten will. Vielleicht wäre maximal noch Luft für knapp einen halben Hektar, meint sie.
Darüber hinaus bezieht sie négoce Trauben von Massimo und Luigi Veglio: Dolcetto, Barbera und Nebbiolo. Der Anbau dieser Trauben erfolgt zwar "nur" biologisch – aber noch in diesen Parzellen bringt Philine selbst die biodynamischen Präparate aus!
Philine-Isabelle-Dienger-Profil-2Ihr eigener Nebbiolo wächst in Preda, einer MGA (menzione geografica aggiuntiva) der Barolo-Appellation (die Franzosen nennen das lieut dit oder climat). Preda liegt auf der gleichen Formation von St. Agata Mergel wie die berühmten Lagen Brunate und Cannubi, ein kleines Stück südöstlich von ihnen (zwischen Cannubi und Vignane, um genau zu sein) und mit östlicher Ausrichtung. Die Trauben aus dieser Lage wandern samt und sonders in ihren Barolo. Der Chardonnay wurde 1990 gepflanzt und ist definitiv eine Rarität in dieser Ecke – wir sind schon sehr gespannt, was Philine daraus zaubert.
Zum négoce: Ihren Barbera bezieht Philine aus Monforte, den Dolcetto aus Diano d'Alba (das tatsächlich eine eigene DOCG für gerade diese Rebsorte hat), und der Langhe Nebbiolo stammt aus einer Barolo-Lage in La Morra.

Wir sind froh, endlich das perfekte Weingut für uns in den Langhe gefunden zu haben. Aber noch glücklicher sind wir darüber, endlich mit Philine und ihren Weinen arbeiten zu können! It's been a long time in the making.

 

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Dolcetto d'Alba
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Azienda Agricola Philine Isabelle

rot, Piemont, 2019

Ihren Dolcetto d'Alba macht Philine mit négoce Trauben von Massimo und Luigi Veglio. Der Wingert liegt in Diano d‘Alba , einer eignen DOCG für Dolcetto, wo ein paar der besten Weine aus dieser Rebsorte herkommen. Massimos und Luigis...

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0,75 Liter (24,00 € / 1 Liter)
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Barbera d'Alba
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0,75 Liter (29,33 € / 1 Liter)