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Carlo Canali Chiavelli & Lotte Letschert

Bramaventu-Profil-1Carlo Canali Chiavelli & Lotte Letschert
Bramaventu

Dreihundert Meter über dem Meer, zehn Kilometer vor Spanien. Zwei Stadtkinder aus Berlin klettern über die tiefhängenden Wolken. Hinter der nächsten Hügelkuppe erstreckt sich unter der Morgensonne das Mittelmeer. Weder Carlo noch Lotte hätten gedacht, dass es sie hierher verschlägt, in den südlichsten Winkel Frankreich: Banyuls-sur-Mer. Eigentlich stand Carlo schon knietief in Champagner, als der Anruf kam – aber wir eilen voraus...

"Egal, wo man Weine macht, irgendwann wird man ihrer überdrüssig."

Carlos Familie hat ein Weingut in der Toscana, aber gehalten hat es sie dort nicht. Seine Mama hat ihn mit nach Deutschland genommen, nach Berlin. Hier ist er zur Schule gegangen, hier hat er später auch Lotte getroffen. Wein war damals trotzdem Teil seines Alltags: man importierte den Chianti der Familie und später auch andere Weingüter. Carlo arbeitete eine Weile im Handel, machte eine Ausbildung zum Sommelier und sein WSET Diplom. Auch einer der begehrten Plätze für den Master of Wine wurde ihm angeboten – aber ihn zog es in die Weinberge.
Bramaventu-Profil-2
Stattdessen machte Carlo also seine Winzer-Ausbildung und arbeitete auf Weingütern im Rheingau, im Chianti, Cinqueterre und in der Champagne.  Mit achtundzwanzig entschloss er sich dann doch noch zum Studium in Geisenheim. Das war 2012. Als er 2015 seinen Abschluss machte, wartete schon ein Job auf ihn: das Champagnerhaus Legras et Haas an der Côte de Blancs wollte ihn als Kellermeister. Man kannte sich, seit Carlo ein paar Jahre zuvor beim "kleinen" Beaufort gearbeitet hatte. Inzwischen war aus Lotte und Carlo ein Paar geworden, und weil Lotte als Grafikdesignerin eigentlich überall arbeiten konnte, zog man eben nach Frankreich.

Egal, wo man Weine macht, irgendwann wird man ihrer überdrüssig. Das besondere an der Champagne war, dass der Überdruss nie kam. Damals hat sich Carlo in den Schaumwein verliebt. Besonders der alte Francois Legras hatte Carlo ins Herz geschlossen und sollte in den nächsten Jahren sein Mentor werden. In den zwei Jahren, die Carlo Kellermeister des Hauses war, führte Francois ihn in die Feinheiten der Méthode champenoise ein. Das Weingut hatte einen Reservekeller, der bis in die 80er Jahre zurück reichte. Damals hat Carlo gelernt, was es heißt, Rebsorten, Lagen, Jahrgänge und Chargen zu verschneiden, und worauf es beim Anbau der Trauben für Schaumweine ankommt.

Aber eigentlich haben Lotte und Carlo schon immer nach eigenen Weinbergen gesucht. Portugal war ein Wunsch, Italien ein anderer (schließlich haben beide italienische Wurzeln). Meerblick mit Steillage: die beiden wollten sich mit ihrer Tochter, die inzwischen auf dem Weg war, an einem wärmeren Ort niederlassen. So wichtig die Zeit in der Champagne für beide auch war, Lotte und Carlo sehnten sich nach Sonne und warmen Gemütern.

Carlo war dennoch kurz davor, seinen Vertrag bei Legras et Haas zu verlängern, als der Anruf kam: ein Freund erzählte ihm am Telefon von einem Weinberg in Banyuls-sur-Mer, der zum Verkauf stand. La Galline, benannt nach einem alten Fort, das es dort einmal gab. Carlo hatte 2014 bei der Ernte hier unten gearbeitet und er konnte sich noch gut an die terrassierten Steillagen erinnern, die zum Mittelmeer hin abfielen. Außerdem hatten sie erst im letzten Jahr in der Region Urlaub gemacht. Sie mochten die Gegend: Berge und Meer, und große Städte diesseits und jenseits der spanischen Grenze in Reichweite. Auch Lotte gefiel der Gedanke.

Also ist Carlo ins Auto gestiegen und runtergefahren, erstmal allein. Auf dem Weg zum Weinberg La Galline ist er dann in die Wolkendecke hinein gefahren – und wieder raus. Über den Wolken, die Sonne im Gesicht, den kühlen tra montana im Rücken, in der Ferne das Meer. Die Entscheidung war praktisch gefallen.

Aber erst mussten Carlo und Lotte etwas ausprobieren. Carlo war aufgefallen, dass die Trauben in La Galline in ihrer Entwicklung kaum weiter waren als etwa im Rheingau zu dieser Zeit. Und in ihm keimte eine Idee: man könnte doch Schaumweine hier unten machen!? Konnte man? Die meisten Winzer in Banyuls lesen ihre Trauben spät. Die Region ist berühmt für ihre alkoholstarken Süßweine. Die meisten von ihnen bezweifelten, dass man in einer kühlen Nordlage wie La Galline überhaupt brauchbare Rotweine aus Grenache noir machen könne. Aber Carlo witterte gerade darin eine Chance...
Bramaventu-Profil-3
Lotte und er baten einige Winzer darum, ein paar Trauben Grenache stehlen zu dürfen: sie wollten zur Probe ein paar Flaschen machen, um zu sehen, ob Carlos Idee nur ein Hirngespinst gewesen war. Aber das Experiment glückte. Carlo schlug den Job in der Champagne aus, Lotte und er packten Kind und Kegel, und die beiden zogen in den Süden.

Wir haben 2019 das erste mal eine Probeflasche Bramaventu in den Händen gehalten. Damals gab es noch nicht mal Etiketten: ein Stück Papier war mit einem Gummiband an der kleinen Flasche befestigt. Aber was wir im Glas hatten, war zweifelsohne ein großer Schaumwein. Kühl, schlank und elegant. Dass dieser Rosé Schäumer wirklich aus Banyuls kommen sollte, konnten wir erst kaum glauben. Die Champagne hat den Kalk. Banyuls hat den Schiefer und das Meer, hat Carlo uns später erklärt. Die Entscheidung fiel uns leicht.

Was also ist der Bramaventu? 

Ein Jahrgangssekt nach der Methode classique. Grenache noir aus einem einzigen Weinberg: La Galline ist eine etwa 2 Hektar große Steillage auf grauem Schiefer und Quarzit, 300 Meter über dem Meer und nach Norden ausgerichtet, sodass die Sonne erst spät ankommt und früh wieder geht. Der tra montana Wind trägt kalte Luft aus den Pyrenäen herab. Das macht La Galline zur kühlsten Lage in Banyuls. Die Grenache noir Reben sind im Schnitt etwa 30 Jahre alt. Wenn Carlo und Lotte Ende August ernten, kommen sie gerade einmal auf 11,5% Alkohol und erzielen trotzdem aromatische Reife.

Der Anbau erfolgt biologisch. Auch Zuhause kommen schließlich nur Bioprodukte auf den Tisch – warum sollten sie dann konventionellen Weinbau betreiben? Es geht Carlo immer um Qualität: im Weinberg wird alles per Hand gemacht. In der Steillage wäre ohnehin nichts anderes möglich. Der Wind trocknet die Pflanzen, dadurch sind Spritzmittel überflüssig. Carlo verwendet keinen Kupfer, und nur im Weinberg etwas Schwefel.
Bramaventu-Profil-4
Auch im Keller arbeitet Carlo extrem penibel: nur die erste Pressung wird für ihre eigenen Weine verwendet, der Rest wird an befreundete Winzer verkauft. Nach ein bis zwei Nächten Sedimentierung wird der Most von oben abgezogen. Mit einer Pie de Cuve (dem Starter der Weinwelt) wird die erste Gärung im Stahl eingeleitet, bei kühlen 16°C dauert sie dann länger als einen Monat. Das sorgt für Finesse und Komplexität. Nach dem Abstich wird der Wein bis Februar reduktiv im Stahl ausgebaut. Die zweite Gärung mit dem Liqueur de Tirage auf der Flasche dauert etwa einen weiteren Monat. Anschließend bleibt der Wein noch einmal 12 Monate auf der Hefe, bevor er degorgiert wird. 4.000 Flaschen machen die beiden nur.

Das erste Jahr hatten Lotte und Carlo noch viele schlaflose Nächte wegen ihres Weins. Es gab einfach noch zu viele Unbekannte, und die Idee, einen hochwertigen Schaumwein in Banyuls-sur-Mer zu machen, hätte noch immer schief gehen können. Aber die schlaflosen Nächte haben sich gelohnt! Den beiden ist hier wirklich etwas Besonderes und Beeindruckendes gelungen. Und wir sind sehr froh, dass wir dabei sein dürfen.

Bramaventu-Flyer-Webshop

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Bramaventu

Dreihundert Meter über dem Meer, zehn Kilometer vor Spanien. Zwei Stadtkinder aus Berlin klettern über die tiefhängenden Wolken. Hinter der nächsten Hügelkuppe erstreckt sich unter der Morgensonne das Mittelmeer. Weder Carlo noch Lotte hätten gedacht, dass es sie hierher verschlägt, in den südlichsten Winkel Frankreich: Banyuls-sur-Mer. Eigentlich stand Carlo schon knietief in Champagner, als der Anruf kam – aber wir eilen voraus...

"Egal, wo man Weine macht, irgendwann wird man ihrer überdrüssig."

Carlos Familie hat ein Weingut in der Toscana, aber gehalten hat es sie dort nicht. Seine Mama hat ihn mit nach Deutschland genommen, nach Berlin. Hier ist er zur Schule gegangen, hier hat er später auch Lotte getroffen. Wein war damals trotzdem Teil seines Alltags: man importierte den Chianti der Familie und später auch andere Weingüter. Carlo arbeitete eine Weile im Handel, machte eine Ausbildung zum Sommelier und sein WSET Diplom. Auch einer der begehrten Plätze für den Master of Wine wurde ihm angeboten – aber ihn zog es in die Weinberge.
Bramaventu-Profil-2
Stattdessen machte Carlo also seine Winzer-Ausbildung und arbeitete auf Weingütern im Rheingau, im Chianti, Cinqueterre und in der Champagne.  Mit achtundzwanzig entschloss er sich dann doch noch zum Studium in Geisenheim. Das war 2012. Als er 2015 seinen Abschluss machte, wartete schon ein Job auf ihn: das Champagnerhaus Legras et Haas an der Côte de Blancs wollte ihn als Kellermeister. Man kannte sich, seit Carlo ein paar Jahre zuvor beim "kleinen" Beaufort gearbeitet hatte. Inzwischen war aus Lotte und Carlo ein Paar geworden, und weil Lotte als Grafikdesignerin eigentlich überall arbeiten konnte, zog man eben nach Frankreich.

Egal, wo man Weine macht, irgendwann wird man ihrer überdrüssig. Das besondere an der Champagne war, dass der Überdruss nie kam. Damals hat sich Carlo in den Schaumwein verliebt. Besonders der alte Francois Legras hatte Carlo ins Herz geschlossen und sollte in den nächsten Jahren sein Mentor werden. In den zwei Jahren, die Carlo Kellermeister des Hauses war, führte Francois ihn in die Feinheiten der Méthode champenoise ein. Das Weingut hatte einen Reservekeller, der bis in die 80er Jahre zurück reichte. Damals hat Carlo gelernt, was es heißt, Rebsorten, Lagen, Jahrgänge und Chargen zu verschneiden, und worauf es beim Anbau der Trauben für Schaumweine ankommt.

Aber eigentlich haben Lotte und Carlo schon immer nach eigenen Weinbergen gesucht. Portugal war ein Wunsch, Italien ein anderer (schließlich haben beide italienische Wurzeln). Meerblick mit Steillage: die beiden wollten sich mit ihrer Tochter, die inzwischen auf dem Weg war, an einem wärmeren Ort niederlassen. So wichtig die Zeit in der Champagne für beide auch war, Lotte und Carlo sehnten sich nach Sonne und warmen Gemütern.

Carlo war dennoch kurz davor, seinen Vertrag bei Legras et Haas zu verlängern, als der Anruf kam: ein Freund erzählte ihm am Telefon von einem Weinberg in Banyuls-sur-Mer, der zum Verkauf stand. La Galline, benannt nach einem alten Fort, das es dort einmal gab. Carlo hatte 2014 bei der Ernte hier unten gearbeitet und er konnte sich noch gut an die terrassierten Steillagen erinnern, die zum Mittelmeer hin abfielen. Außerdem hatten sie erst im letzten Jahr in der Region Urlaub gemacht. Sie mochten die Gegend: Berge und Meer, und große Städte diesseits und jenseits der spanischen Grenze in Reichweite. Auch Lotte gefiel der Gedanke.

Also ist Carlo ins Auto gestiegen und runtergefahren, erstmal allein. Auf dem Weg zum Weinberg La Galline ist er dann in die Wolkendecke hinein gefahren – und wieder raus. Über den Wolken, die Sonne im Gesicht, den kühlen tra montana im Rücken, in der Ferne das Meer. Die Entscheidung war praktisch gefallen.

Aber erst mussten Carlo und Lotte etwas ausprobieren. Carlo war aufgefallen, dass die Trauben in La Galline in ihrer Entwicklung kaum weiter waren als etwa im Rheingau zu dieser Zeit. Und in ihm keimte eine Idee: man könnte doch Schaumweine hier unten machen!? Konnte man? Die meisten Winzer in Banyuls lesen ihre Trauben spät. Die Region ist berühmt für ihre alkoholstarken Süßweine. Die meisten von ihnen bezweifelten, dass man in einer kühlen Nordlage wie La Galline überhaupt brauchbare Rotweine aus Grenache noir machen könne. Aber Carlo witterte gerade darin eine Chance...
Bramaventu-Profil-3
Lotte und er baten einige Winzer darum, ein paar Trauben Grenache stehlen zu dürfen: sie wollten zur Probe ein paar Flaschen machen, um zu sehen, ob Carlos Idee nur ein Hirngespinst gewesen war. Aber das Experiment glückte. Carlo schlug den Job in der Champagne aus, Lotte und er packten Kind und Kegel, und die beiden zogen in den Süden.

Wir haben 2019 das erste mal eine Probeflasche Bramaventu in den Händen gehalten. Damals gab es noch nicht mal Etiketten: ein Stück Papier war mit einem Gummiband an der kleinen Flasche befestigt. Aber was wir im Glas hatten, war zweifelsohne ein großer Schaumwein. Kühl, schlank und elegant. Dass dieser Rosé Schäumer wirklich aus Banyuls kommen sollte, konnten wir erst kaum glauben. Die Champagne hat den Kalk. Banyuls hat den Schiefer und das Meer, hat Carlo uns später erklärt. Die Entscheidung fiel uns leicht.

Was also ist der Bramaventu? 

Ein Jahrgangssekt nach der Methode classique. Grenache noir aus einem einzigen Weinberg: La Galline ist eine etwa 2 Hektar große Steillage auf grauem Schiefer und Quarzit, 300 Meter über dem Meer und nach Norden ausgerichtet, sodass die Sonne erst spät ankommt und früh wieder geht. Der tra montana Wind trägt kalte Luft aus den Pyrenäen herab. Das macht La Galline zur kühlsten Lage in Banyuls. Die Grenache noir Reben sind im Schnitt etwa 30 Jahre alt. Wenn Carlo und Lotte Ende August ernten, kommen sie gerade einmal auf 11,5% Alkohol und erzielen trotzdem aromatische Reife.

Der Anbau erfolgt biologisch. Auch Zuhause kommen schließlich nur Bioprodukte auf den Tisch – warum sollten sie dann konventionellen Weinbau betreiben? Es geht Carlo immer um Qualität: im Weinberg wird alles per Hand gemacht. In der Steillage wäre ohnehin nichts anderes möglich. Der Wind trocknet die Pflanzen, dadurch sind Spritzmittel überflüssig. Carlo verwendet keinen Kupfer, und nur im Weinberg etwas Schwefel.
Bramaventu-Profil-4
Auch im Keller arbeitet Carlo extrem penibel: nur die erste Pressung wird für ihre eigenen Weine verwendet, der Rest wird an befreundete Winzer verkauft. Nach ein bis zwei Nächten Sedimentierung wird der Most von oben abgezogen. Mit einer Pie de Cuve (dem Starter der Weinwelt) wird die erste Gärung im Stahl eingeleitet, bei kühlen 16°C dauert sie dann länger als einen Monat. Das sorgt für Finesse und Komplexität. Nach dem Abstich wird der Wein bis Februar reduktiv im Stahl ausgebaut. Die zweite Gärung mit dem Liqueur de Tirage auf der Flasche dauert etwa einen weiteren Monat. Anschließend bleibt der Wein noch einmal 12 Monate auf der Hefe, bevor er degorgiert wird. 4.000 Flaschen machen die beiden nur.

Das erste Jahr hatten Lotte und Carlo noch viele schlaflose Nächte wegen ihres Weins. Es gab einfach noch zu viele Unbekannte, und die Idee, einen hochwertigen Schaumwein in Banyuls-sur-Mer zu machen, hätte noch immer schief gehen können. Aber die schlaflosen Nächte haben sich gelohnt! Den beiden ist hier wirklich etwas Besonderes und Beeindruckendes gelungen. Und wir sind sehr froh, dass wir dabei sein dürfen.

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Bramaventu brut nature rosé
Bramaventu brut nature rosé

Bramaventu

rosé, Roussillon, 2018

Wir haben 2019 das erste mal eine Probeflasche Bramaventu in den Händen gehalten. Damals gab es noch nicht mal Etiketten: ein Stück Papier war mit einem Gummiband an der kleinen Flasche befestigt. Aber was wir im Glas hatten, war...

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