Carsten Saalwächter, Rheinhessen

Carsten-Saalw-chter-Profil

CARSTEN SAALWÄCHTER
Weingut Saalwächter

 Bei der Weinreise zu Peter Jakob Kühn in den Rheingau haben wir im Herbst 2018 einen längst fälligen Stopp bei Carsten Saalwächter in Ingelheim eingelegt. Die Probe der ersten Weine dieses jungen Mannes hat uns aber dann sofort umgehauen. Frisch geöffnet sind sie noch mega verschlossen. Aber mit Belüftung öffnet sich die eng gestrickte Struktur. Wow – das ist richtig seriöser Stoff.

Das Weingut gibt es schon seit über hundertfünfzig Jahren. Anders als in weiten Teilen Rheinhessens hat es bei Ingelheim nie Flurbereinigungen gegeben, deshalb gibt es noch unfassbar viele alte Rebstöcke dort und eine Vielzahl kleinster Lagen – 48 gibt es auf nur 500 ha… burgundische Verhältnisse! Und es sind auch die Burgunder Rebsorten, die hier dominieren: vor allem Pinot Noir und Chardonnay, Pinot blanc und Pinot Gris, dazu etwas Silvaner.

Ein paar der besten dieser Lagen um Ingelheim hat Carsten von seinen Eltern für sein Herzensprojekt zur Verfügung gestellt bekommen. Wenn man die Weine probiert, man würde nie vermuten, dass Carsten erst Mitte Zwanzig ist und lange Zeit nicht einmal wusste, ob er in die Fußstapfen seiner Eltern treten möchte. Es waren letztendlich ein Praktikum bei Schnaitmann in Fellbach und ein lange Reihe langer Verkostungsabende mit Hanspeter und Edeltraud Ziereisen, die Carsten angefixt haben.

Weil vor allem die burgundischen Rebsorten und Weine es ihm angetan hatten, ging er nachher noch für eine Weile zu Jean Stodden an die Ahr, zu Friedrich Becker in die Pfalz und zur Domaine Clos de Lambray ins Burgund.

Praxis hat Carsten also in ganz verschiedenen Ecken und reichlich gesammelt. Hinterher wollte er sich dann noch etwas Theorie draufpacken und hat sich als Gasthörer in Vorlesungen in Veitshöchheim gesetzt. Da saß er dann in der letzten Reihe zusammen mit Konni (von Konni & Evi) und Jonas (von den Brand Brüdern) und hat sich mit den Professoren angelegt, die mit den Ideen der drei von spontanen Gärungen und möglichst geringer Intervention im Keller nichts hören wollten. Letztendlich musste das "Bermuda-Dreieck", wie die drei inzwischen genannt wurden, sogar vor dem Rektor antanzen und sich eine Predigt wegen aufmüpfigen Verhaltens anhören. Wir freuen uns natürlich über solchen Eigensinn und Mut. Und mit Konni und Jonas verbindet Carsten seit dieser Zeit eine gute Freundschaft. Ein Gewinn für den deutschen Naturwein.

Trotz der jungen Jahre ist es also vielleicht gar nicht so erstaunlich, was Carsten aus den kargen Muschelkalkböden in Ingelheim und Assmannshausen herauskitzelt. Elegante, spannende, dichte Weine, bei denen er gekonnt auch Holz zum Einsatz bringt. Die Weißen haben uns schon umgehauen. Silvaner, Grauer Burgunder und Chardonnay sind direkt ins Programm gewandert. Jetzt warten wir gespannt darauf, dass die Roten aus den Fässern dürfen. Carsten Saalwächter ist für uns eine tolle Entdeckung und ein echter Geheimtipp.

saalw-chter-keller



CARSTEN SAALWÄCHTER Weingut Saalwächter  Bei der Weinreise zu Peter Jakob Kühn in den Rheingau haben wir im Herbst 2018 einen längst fälligen Stopp bei Carsten Saalwächter in... mehr erfahren »
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Carsten Saalwächter, Rheinhessen

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CARSTEN SAALWÄCHTER
Weingut Saalwächter

 Bei der Weinreise zu Peter Jakob Kühn in den Rheingau haben wir im Herbst 2018 einen längst fälligen Stopp bei Carsten Saalwächter in Ingelheim eingelegt. Die Probe der ersten Weine dieses jungen Mannes hat uns aber dann sofort umgehauen. Frisch geöffnet sind sie noch mega verschlossen. Aber mit Belüftung öffnet sich die eng gestrickte Struktur. Wow – das ist richtig seriöser Stoff.

Das Weingut gibt es schon seit über hundertfünfzig Jahren. Anders als in weiten Teilen Rheinhessens hat es bei Ingelheim nie Flurbereinigungen gegeben, deshalb gibt es noch unfassbar viele alte Rebstöcke dort und eine Vielzahl kleinster Lagen – 48 gibt es auf nur 500 ha… burgundische Verhältnisse! Und es sind auch die Burgunder Rebsorten, die hier dominieren: vor allem Pinot Noir und Chardonnay, Pinot blanc und Pinot Gris, dazu etwas Silvaner.

Ein paar der besten dieser Lagen um Ingelheim hat Carsten von seinen Eltern für sein Herzensprojekt zur Verfügung gestellt bekommen. Wenn man die Weine probiert, man würde nie vermuten, dass Carsten erst Mitte Zwanzig ist und lange Zeit nicht einmal wusste, ob er in die Fußstapfen seiner Eltern treten möchte. Es waren letztendlich ein Praktikum bei Schnaitmann in Fellbach und ein lange Reihe langer Verkostungsabende mit Hanspeter und Edeltraud Ziereisen, die Carsten angefixt haben.

Weil vor allem die burgundischen Rebsorten und Weine es ihm angetan hatten, ging er nachher noch für eine Weile zu Jean Stodden an die Ahr, zu Friedrich Becker in die Pfalz und zur Domaine Clos de Lambray ins Burgund.

Praxis hat Carsten also in ganz verschiedenen Ecken und reichlich gesammelt. Hinterher wollte er sich dann noch etwas Theorie draufpacken und hat sich als Gasthörer in Vorlesungen in Veitshöchheim gesetzt. Da saß er dann in der letzten Reihe zusammen mit Konni (von Konni & Evi) und Jonas (von den Brand Brüdern) und hat sich mit den Professoren angelegt, die mit den Ideen der drei von spontanen Gärungen und möglichst geringer Intervention im Keller nichts hören wollten. Letztendlich musste das "Bermuda-Dreieck", wie die drei inzwischen genannt wurden, sogar vor dem Rektor antanzen und sich eine Predigt wegen aufmüpfigen Verhaltens anhören. Wir freuen uns natürlich über solchen Eigensinn und Mut. Und mit Konni und Jonas verbindet Carsten seit dieser Zeit eine gute Freundschaft. Ein Gewinn für den deutschen Naturwein.

Trotz der jungen Jahre ist es also vielleicht gar nicht so erstaunlich, was Carsten aus den kargen Muschelkalkböden in Ingelheim und Assmannshausen herauskitzelt. Elegante, spannende, dichte Weine, bei denen er gekonnt auch Holz zum Einsatz bringt. Die Weißen haben uns schon umgehauen. Silvaner, Grauer Burgunder und Chardonnay sind direkt ins Programm gewandert. Jetzt warten wir gespannt darauf, dass die Roten aus den Fässern dürfen. Carsten Saalwächter ist für uns eine tolle Entdeckung und ein echter Geheimtipp.

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Spätburgunder Assmannshausen Höllenberg
Spätburgunder Assmannshausen Höllenberg

P. Chr. Saalwächter

rot, Rheingau, 2018

Der Assmannshäuser Höllenberg ist nicht ohne Grund eine der berühmtesten Lagen für deutschen Spätburgunder überhaupt. Klettert man mit Carsten durch die Schiefer-Steillagen, kommt er aus dem Schwärmen kaum raus, zeigt hierhin und...

52,00 €
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