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Canopus

Canopus-Profil-1

Gabriel Dvoskin & Giuseppe Franceschini
Canopus

Im südlichsten Winkel des Valle de Uco liegt die kleine Appellation El Cepillo, von den älteren Winzern schlicht la heladera, also der Tiefkühlschrank genannt. Die kalte Luft der schneebedeckten Anden strömt die Hänge der Cordón del Plata hinab und sammelt sich in der Talmulde der Pampa El Cepillo, die übrigens immer noch auf 1000m Höhe liegt. Es ist hier kälter als in jedem anderen Teil der Region. Früh- und Spätfröste sind an der Tagesordnung, die Winde sind erratisch, Hagel häufig...

Ausgerechnet hier hat Gabriel Dvoskin 10ha Malbec und Pinot Noir gepflanzt. Warum?

Lange Zeit hatte Gabriel als Journalist und Weinkritiker in Europa gearbeitet. Und wie das bei Weinkritikern so ist, hat er sich natürlich irgendwann in die Weine des Burgunds verliebt. Über Jahre hinweg hat er sich immer wieder bei unterschiedlichen Winzern verdingt, hat Reben geschnitten, geerntet und im Keller geholfen. Als er sich schließlich dazu entschloss in seine Heimat Argentinien zurückzukehrenstand sein Entschluss fest: er wollte Winzer werden. Und drei Dinge musste der perfekte Ort dafür in Gabriels Augen erfüllen:

1. Böden aus Kalkstein wie im Burgund sollte er haben. Die seien in Fragen der Feinheit und Frische unvergleichlich.

2. Ein kaltes Klima sollte es sein. Tiefe und Komplexität erreiche man nur, wenn die Trauben ausreichend lange zum Reifen brauchen.

3. Gesunde Böden seien Pflicht. Zu groß waren die Unterschiede gewesen, die Gabriel zwischen den biologisch/biodynamisch arbeitenden Weingütern im Burgund und den konventionellen beobachten konnte.

Mit der Hilfe eines Freundes, Charly García, fand er El Cepillo!

Winzer wie Matías Michelini, Alejandro Vigil und Sebastián Zuccardi hatten unlängst gezeigt, dass argentinische Weine auch frisch und elegant sein konnten. Und für Gabriel stand von Anfang an fest, dass er keine Lust auf die fetten, monotonen, überholzten Rezeptweine der Neunziger und frühen Zweitausender hatte. Frische, Vielfalt im Ausdruck des Terroirs, Feinheit – so lautete sein Credo stattdessen.

Gabriel ist Quereinsteiger. "Mir fehlen Generationen," sagt er gerne selbst. Seine Familie hatte mit Wein nie viel am Hut. Und obwohl er selbst einige Erfahrung im Weinbau gesammelt hatte, beschloss er, sich für sein neues Projekt professionellere Hilfe zu suchen. Und er fand: Giuseppe Franceschini!

Der italienische Winzer und Önologe ist unter den flying winemakers – den Freiberuflern unter den Winzern – eine ziemliche Legende. Giuseppe hat in Udine Önologie studiert und seitdem auf der ganzen Welt gearbeitet, vor allem aber in Italien (Venezien, Sizilien, Friaul) und Argentinien (Mendoza). Seine Frau ist Argentinierin, das mag dann auch für die Wahl der neuen, festen Arbeitsstelle gesprochen haben...

Die Aufgabe war klar: vinos del frío wollten Gabriel und Giuseppe zusammen machen, Weine aus der Kälte. Dafür mussten aber Ideen her, wie man unter den extremen Bedingungen überhaupt Wein anbauen kann. Mit kaltem Wetter kennt sich bekanntlich kaum eine Weinnation besser aus als die Deutschen. Also wurde ein Spezialist aus Deutschland organisiert, der das Mikroklima in El Cepillo bis ins kleinste Detail unter die Lupe nahm. Erst anschließend, nach genauen Analysen der kalten Luftströme, wurden die Reben gepflanzt. Das war 2010.

Der Anbau erfolgt seitdem nach biodynamischen Grundsätzen (auch, wenn das Weingut lediglich bio-zertifiziert ist). Die Präparate und die Begrünung zwischen den Reben sollen den Pflanzen einen so anhaltenden wie nachhaltigen Schutz vor der Kälte bieten. Wenn das mal nicht reicht, was in diesem harschen Klima öfter der Fall ist, stellt Gabriel Öfen im Weinberg auf. Den Trick kannte er aus dem Burgund. Er hat ihn allerdings ein wenig modernisiert: einige im Weinberg verteilte Sensoren schlagen Alarm, sollte ein Eingriff nötig werden.

Die Rechnung scheint aufzugehen. Obwohl dennoch ein paar Reben (und zahlreiche Trauben) der Kälte zum Opfer gefallen sind, konnten Gabriel und Giuseppe 2015 ihren ersten Jahrgang einfahren. Und jeder Jahrgang ist seitdem besser und besser geworden!

Die einzelnen Parzellen in El Cepillo werden alle getrennt voneinander geerntet und vinifiziert – wo es der Jahrgang und eventuelle Ernteausfälle erlauben. Die Mikro-Vinifikation der Einzellagen soll aus jedem Teil den ihm eigenen Charakter herauskitzeln. Erst später entscheidet Giuseppe, wie die einzelnen Chargen verschnitten werden sollen.

Im Keller arbeitet man puristisch: ohne jegliche Zusätze, mit gebrauchten Fässern, Amphoren und Keramik-Eiern. Wenn alles gut läuft, produzieren die zwei knapp 12.000 Flaschen. Meistens sind es weniger.

Als wir die Weine von Canopus 2019 das erste mal probieren durften, waren wir begeistert, wie elegant diese vinos del frío waren. Einen Malbec, einen Pinot Noir und einen verboten guten Rosé konnten wir nur ergattern, weil Gabriel uns in Berlin besucht und sich in die Stadt und ihre Weinszene verliebt hatte. Promt mopste er für uns ein paar Kartons aus einer schon bestehenden Reservierung...

Der Import dieser Weine ist eine ziemlich aufwendige Angelegenheit. Für uns war immer klar gewesen, dass wir nur dann Weine aus der "Neuen Welt" aufnehmen wollten, wenn sie wirklich ganz und gar anders und eigen sind. Sie sind da!

Gabriel Dvoskin & Giuseppe Franceschini Canopus Im südlichsten Winkel des Valle de Uco liegt die kleine Appellation El Cepillo , von den älteren Winzern schlicht la heladera ,... mehr erfahren »
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Gabriel Dvoskin & Giuseppe Franceschini
Canopus

Im südlichsten Winkel des Valle de Uco liegt die kleine Appellation El Cepillo, von den älteren Winzern schlicht la heladera, also der Tiefkühlschrank genannt. Die kalte Luft der schneebedeckten Anden strömt die Hänge der Cordón del Plata hinab und sammelt sich in der Talmulde der Pampa El Cepillo, die übrigens immer noch auf 1000m Höhe liegt. Es ist hier kälter als in jedem anderen Teil der Region. Früh- und Spätfröste sind an der Tagesordnung, die Winde sind erratisch, Hagel häufig...

Ausgerechnet hier hat Gabriel Dvoskin 10ha Malbec und Pinot Noir gepflanzt. Warum?

Lange Zeit hatte Gabriel als Journalist und Weinkritiker in Europa gearbeitet. Und wie das bei Weinkritikern so ist, hat er sich natürlich irgendwann in die Weine des Burgunds verliebt. Über Jahre hinweg hat er sich immer wieder bei unterschiedlichen Winzern verdingt, hat Reben geschnitten, geerntet und im Keller geholfen. Als er sich schließlich dazu entschloss in seine Heimat Argentinien zurückzukehrenstand sein Entschluss fest: er wollte Winzer werden. Und drei Dinge musste der perfekte Ort dafür in Gabriels Augen erfüllen:

1. Böden aus Kalkstein wie im Burgund sollte er haben. Die seien in Fragen der Feinheit und Frische unvergleichlich.

2. Ein kaltes Klima sollte es sein. Tiefe und Komplexität erreiche man nur, wenn die Trauben ausreichend lange zum Reifen brauchen.

3. Gesunde Böden seien Pflicht. Zu groß waren die Unterschiede gewesen, die Gabriel zwischen den biologisch/biodynamisch arbeitenden Weingütern im Burgund und den konventionellen beobachten konnte.

Mit der Hilfe eines Freundes, Charly García, fand er El Cepillo!

Winzer wie Matías Michelini, Alejandro Vigil und Sebastián Zuccardi hatten unlängst gezeigt, dass argentinische Weine auch frisch und elegant sein konnten. Und für Gabriel stand von Anfang an fest, dass er keine Lust auf die fetten, monotonen, überholzten Rezeptweine der Neunziger und frühen Zweitausender hatte. Frische, Vielfalt im Ausdruck des Terroirs, Feinheit – so lautete sein Credo stattdessen.

Gabriel ist Quereinsteiger. "Mir fehlen Generationen," sagt er gerne selbst. Seine Familie hatte mit Wein nie viel am Hut. Und obwohl er selbst einige Erfahrung im Weinbau gesammelt hatte, beschloss er, sich für sein neues Projekt professionellere Hilfe zu suchen. Und er fand: Giuseppe Franceschini!

Der italienische Winzer und Önologe ist unter den flying winemakers – den Freiberuflern unter den Winzern – eine ziemliche Legende. Giuseppe hat in Udine Önologie studiert und seitdem auf der ganzen Welt gearbeitet, vor allem aber in Italien (Venezien, Sizilien, Friaul) und Argentinien (Mendoza). Seine Frau ist Argentinierin, das mag dann auch für die Wahl der neuen, festen Arbeitsstelle gesprochen haben...

Die Aufgabe war klar: vinos del frío wollten Gabriel und Giuseppe zusammen machen, Weine aus der Kälte. Dafür mussten aber Ideen her, wie man unter den extremen Bedingungen überhaupt Wein anbauen kann. Mit kaltem Wetter kennt sich bekanntlich kaum eine Weinnation besser aus als die Deutschen. Also wurde ein Spezialist aus Deutschland organisiert, der das Mikroklima in El Cepillo bis ins kleinste Detail unter die Lupe nahm. Erst anschließend, nach genauen Analysen der kalten Luftströme, wurden die Reben gepflanzt. Das war 2010.

Der Anbau erfolgt seitdem nach biodynamischen Grundsätzen (auch, wenn das Weingut lediglich bio-zertifiziert ist). Die Präparate und die Begrünung zwischen den Reben sollen den Pflanzen einen so anhaltenden wie nachhaltigen Schutz vor der Kälte bieten. Wenn das mal nicht reicht, was in diesem harschen Klima öfter der Fall ist, stellt Gabriel Öfen im Weinberg auf. Den Trick kannte er aus dem Burgund. Er hat ihn allerdings ein wenig modernisiert: einige im Weinberg verteilte Sensoren schlagen Alarm, sollte ein Eingriff nötig werden.

Die Rechnung scheint aufzugehen. Obwohl dennoch ein paar Reben (und zahlreiche Trauben) der Kälte zum Opfer gefallen sind, konnten Gabriel und Giuseppe 2015 ihren ersten Jahrgang einfahren. Und jeder Jahrgang ist seitdem besser und besser geworden!

Die einzelnen Parzellen in El Cepillo werden alle getrennt voneinander geerntet und vinifiziert – wo es der Jahrgang und eventuelle Ernteausfälle erlauben. Die Mikro-Vinifikation der Einzellagen soll aus jedem Teil den ihm eigenen Charakter herauskitzeln. Erst später entscheidet Giuseppe, wie die einzelnen Chargen verschnitten werden sollen.

Im Keller arbeitet man puristisch: ohne jegliche Zusätze, mit gebrauchten Fässern, Amphoren und Keramik-Eiern. Wenn alles gut läuft, produzieren die zwei knapp 12.000 Flaschen. Meistens sind es weniger.

Als wir die Weine von Canopus 2019 das erste mal probieren durften, waren wir begeistert, wie elegant diese vinos del frío waren. Einen Malbec, einen Pinot Noir und einen verboten guten Rosé konnten wir nur ergattern, weil Gabriel uns in Berlin besucht und sich in die Stadt und ihre Weinszene verliebt hatte. Promt mopste er für uns ein paar Kartons aus einer schon bestehenden Reservierung...

Der Import dieser Weine ist eine ziemlich aufwendige Angelegenheit. Für uns war immer klar gewesen, dass wir nur dann Weine aus der "Neuen Welt" aufnehmen wollten, wenn sie wirklich ganz und gar anders und eigen sind. Sie sind da!

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Malbec "la Nave va"
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Canopus

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