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"Perill noir"

Nachdem wir Perill Noir probiert haben, waren wir überrascht, als wir auf den Jahrgang schauten. Er schmeckt nämlich blutjung und ist ungemein animierend.

Hier verbinden sich südländische Würze und kühle Pinot-Noir-artige Eleganz zu einem dichten, seriösen Wein. Perill Noir erinnert an die besten korsischen Weine (Sebastien Poly-Casabianca): saftige kleine Beerenfrüchte, eine ordentliche Portion feinste Tannine gepaart mit Würznoten wie Lorbeer und Wacholder.

Er beschäftigt jeden Nanometer im Mund, ist leicht, lebhaft, zupackend und bleibt dennoch seriös.

Manel Aviñó beherrscht die hohe Kunst des Weglassens. Damit meinen wir nicht nur seine Arbeitsweise (keinerlei Zusätze), sondern auch die Art seiner Weine: sie gehen klar weg von der Frucht. Perill Noir ist weniger wild als andere Naturweine, mit straffer Struktur und einem ausgeprägt starken Charakter.

Ab jetzt beginnt eine neue Zeitrechnung für spanische Weine.

Alexandras Sommelière-Empfehlung: Schwarzfederhuhn, Raviolo & Steinpilze



Mehr zu Clos Lenticus

Auf der Renaissance de Appellations sind wir auf dieses sagenhafte Weingut gestoßen. Es war wieder einmal klassisch: der Winzer sah irre sympathisch aus, die Etiketten haben gelockt und die Weine … wir mussten sie sofort haben.

Clos Lentiscus‘ Geschichte lässt sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Schon damals waren Weinbau und -Handel Dreh- und Angelpunkt. Als im 19./20. Jahrhundert die Reblaus-Katastrophe, Industrialisierung und dann auch noch der Spanische Bürgerkrieg über diese Gegend hereinbrachen, wurde der Weinbau nahezu aufgegeben.

Erst 2001 kehrten die Brüder Manel und Joan Aviñó auf das Familiengut zurück. Die Ländereien, die sie vorfanden, waren durch jahrelange konventionelle Landwirtschaft abgewirtschaftet und unfruchtbar. Also starteten die Brüder ein ehrgeiziges Projekt: sie wollten aus Clos Lentiscus ein Weingut machen, das durch biodynamische Wirtschaftsweise ein ganzheitlicher, lebendiger Organismus wird.

Sie pflanzten nahezu vergessene, autochthone Rebsorten und stellten auf biodynamische Landwirtschaft um. Seitdem halten sie sogar eigene Bienenvölker, die für die Bestäubung der Rebblüten sorgen. Eine Schafherde kümmert sich um die Grasnarbe zwischen den Rebstöcken und liefert gleichzeitig hochwertigen Dung, der kompostiert und nach der Lese in den Weinbergen ausgebracht wird. Gelesen wird ausschließlich selektiv per Hand, dann gehen die Trauben auf ganz kurzen Transportwegen zum Pressen und Gären in den Keller.

Clos Lentiscus liegt, als einziges Weingut in dieser Gegend, im Garraf Nationalpark, zwischen Mittelmeer und dem Bergmassiv von Montserrat. Es umfasst 22 Hektar Weinberge mit sehr kalkhaltigen Böden, auf denen Xare-lo, Malvasia de Sitges, Sumoll, Samsó und Tempranillo wachsen. 

In ihrem Keller lagern und reifen übrigens nicht nur ihre Weine; die Brüder bieten in ihren Gewölben auch lokalen Künstlern eine Plattform, um ihre Kunstwerke auszustellen.

Jahrgang: 2010
Farbe: rot
Land: Spanien
Region: Penedès
Rebsorte: Sumoll
Trinkreife: bis 2019+
Trinktemperatur : 12-14 °C
karaffieren: nein
Besonderheit: Vin Naturel
Anbau: biodynamisch
Vergärung: wilde Hefen (spontan)
Ausbau: Barrique, gebrauchte Fässer
Alkohol: 12,5 Vol. %
Boden: Kalk
Rebstöcke Alter: 70-80 Jahre
vegan: ja
Verschlussart: Korken
Allergenhinweis: enthält Sulfite
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