Holger Schwarz & Naturwein

Wie alles begann

Als ich vor ungefähr 10 Jahren das erste Mal den „Els Bassots“, einen Chenin blanc von Joan Ramon Escoda, im Glas hatte, wusste ich nicht, welch Schlüsselerlebnis dieser Wein für mein zukünftiges Leben bedeuten sollte.

Ich war erst mal skeptisch, irritiert und unsicher. Hier wurde so ziemlich alles weggelassen, was angeblich unbedingt zur Vinifikation gehörte: Schwefelgabe, Schönung, Filtration. All dies brauchte dieser Wein anscheinend nicht.

Aber mal ehrlich - es war keine Liebe auf den ersten Blick. Ich verstand die Sprache dieses Weines noch nicht - aber sie löste eine ganz eigene Faszination aus. Was sind das für Töne? Und dann diese seltsamen Pausen, diese direkte Ansprache, pulsierend und voller Geheimnisse, nicht Duke Ellington, sondern Miles Davis. All das mitten in den 00er Jahren, man hatte sich auf die sauber produzierten Weine der deutschen Winzerelite konzentriert.

Als ich dann die ersten Naturweine an meine Kunden ausschenkte, riefen sie alles andere als Begeisterung hervor, wenn dann doch mal eine Flasche einen Abnehmer fand, war die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß, dass der Beschenkte sie zurück brachte.

Ich blieb aber am Naturwein dran, ein Feuer war entfacht. Ich fuhr in die Anbaugebiete, zu den kleinen Messen nach Frankreich und Spanien, zu Weinmenschen und Landwirten, die ganz unerschrocken und neugierig sich auf die Suche nach Wahrheit im Wein auftaten.

Holger Schwarz

Wie alles begann Als ich vor ungefähr 10 Jahren das erste Mal den „ Els Bassots “, einen Chenin blanc von Joan Ramon Escoda, im Glas hatte, wusste ich nicht, welch Schlüsselerlebnis... mehr erfahren »
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Holger Schwarz & Naturwein

Wie alles begann

Als ich vor ungefähr 10 Jahren das erste Mal den „Els Bassots“, einen Chenin blanc von Joan Ramon Escoda, im Glas hatte, wusste ich nicht, welch Schlüsselerlebnis dieser Wein für mein zukünftiges Leben bedeuten sollte.

Ich war erst mal skeptisch, irritiert und unsicher. Hier wurde so ziemlich alles weggelassen, was angeblich unbedingt zur Vinifikation gehörte: Schwefelgabe, Schönung, Filtration. All dies brauchte dieser Wein anscheinend nicht.

Aber mal ehrlich - es war keine Liebe auf den ersten Blick. Ich verstand die Sprache dieses Weines noch nicht - aber sie löste eine ganz eigene Faszination aus. Was sind das für Töne? Und dann diese seltsamen Pausen, diese direkte Ansprache, pulsierend und voller Geheimnisse, nicht Duke Ellington, sondern Miles Davis. All das mitten in den 00er Jahren, man hatte sich auf die sauber produzierten Weine der deutschen Winzerelite konzentriert.

Als ich dann die ersten Naturweine an meine Kunden ausschenkte, riefen sie alles andere als Begeisterung hervor, wenn dann doch mal eine Flasche einen Abnehmer fand, war die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß, dass der Beschenkte sie zurück brachte.

Ich blieb aber am Naturwein dran, ein Feuer war entfacht. Ich fuhr in die Anbaugebiete, zu den kleinen Messen nach Frankreich und Spanien, zu Weinmenschen und Landwirten, die ganz unerschrocken und neugierig sich auf die Suche nach Wahrheit im Wein auftaten.

Holger Schwarz