VickiTravel – Vickis große Lesereise. Teil 8: Domaine Pignier

Vicki bei der Trousseau-Lese

Station 7: Jura, bei Jean Etienne Pignier

Winzer: Jean Étienne ist überwiegend im Außenbetrieb; sein Bruder Antoine Pignier ist im Keller verantwortlich; die Schwester Marie Florence macht die Buchhaltung
Region: Jura, Montaigu
Betriebsgröße: 14ha
1. Lesetag 2016: 19.9.2016
Anzahl Lesehelfer: 3 im Keller, 14 im Weinberg
Dauer der Lese: ca. 4 Wochen
Vickis Wein des Tages: Cuvée "A la table avec Léandre"; zu Ehren des Großvaters
 
Die Domaine Pignier wurde im 13. Jahrhundert ursprünglich von Karthäuser-Mönchen gegründet. Ende des 18. Jahrhunderts übernahm die Familie Pignier das Weingut samt seinen beeindruckenden gothischen Kellern
 
 
Vicki hatte die Domaine inmitten der Lese abgepasst. Am Montag haben sie Trousseau gelesen.  Dieses Jahr war es sehr regnerisch im Jura, deshalb waren die Trauben ein wenig von Botrytis, einer Pilzfäulekrankheit, befallen. Das wurde per Hand penibel ausgesäubert. Im Weißwein ist ein gewisser  Prozentsatz nicht schlimm und teilweise sogar erwünscht, aber im Rotwein quasi ein "No Go".  Der Pilz hat Enzyme, die die Farbtiefe in der Traubenschale verringern. Also raus damit - "Piddeln" ist angesagt. Eine vielgehasste Sisyphusarbeit einer jeden kühleren Weinregion.
 
 Vicki beim Selektionieren der Botrytis-befallenen Beeren, sie "piddelt".
 
Auch im Keller wird Wert auf präzise Selektionsarbeit gelegt. Nachdem die Trauben entrappt worden sind, wurden die Beeren nochmals selektioniet, damit sich auch kein schlechtes Träubchen oder ein grüner Rappenteil im Most verirren kann.
Auch hier wird Sauberkeit großgeschrieben. Nach jeden Arbeitsschritt wird alles blitzeblank geputzt. Wenn man ohne Schwefel arbeitet, ist das von enormer Wichtigkeit.
 
 
Der frischgelesene Trousseau wurde von den Lesehelfern in zwei Amphoren gefüllt. Der Rest kam  in einen schon gärenden Tank. Es wird so schonend wie möglich gearbeitet. Eine mechanische Pumpe kommt erst zum Einsatz, wenn es wirklich nicht anders geht.
 
 
 
Schonende Traubenwege. Pumpen wird nach Möglichkeit vermieden.
 
 
 Jean Etienne Pignier in seinem Element.
 
Der Weißweinkeller. 
 
Bei den Weinbergsführungen mit Jean Étienne wurde Vicki klar, dass im Hause Pignier Biodynamie  groß geschrieben wird. Jede Pflanze, die in den Weinbergsgängen wächst, hat ihre Funktion und trägt zur Artengemeinschaft bei.  Er schätzt sich sehr glücklich in Montaigu ein Alleinstellungsmerkmal zu haben. Da er keine direkten Weingutsnachbarn hat, kann er die Biodynamie ausleben ohne dass seine Weinberge von benachbarten Winzern mit chemischen Keulen bedroht werden. 
 
 Sogar das Regenwasser wird in diesen Tanks aufgefangen und zur Gärkühlung verwendet.
 
 
Hier reift der Grundwein für unseren Lieblingscrémant. 
 
Vickis Bett für die Nacht.
 
Nun fährt Vicki die letzten Kilometer zurück nach Berlin. Wir freuen uns auf sie und wünschen gute Fahrt!
 
 
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  • 6000 Winzer-Kilometer durch Europa

    Tolle Reise!