Lithauisch „Der Sonnenbeschienene“. Das bezieht sich sicher auf den Weinberg, passt aber auch... mehr
"Sauletas"

Lithauisch „Der Sonnenbeschienene“.

Das bezieht sich sicher auf den Weinberg, passt aber auch zu seiner Farbe: Sauletas ist definitiv der Orange-weinigste unter Sébastien Riffaults Sancerres. Hier darf man sagen: wild und ungezügelt!

Mit dem Sauletas treibt Sébastien die Offenheit seiner Sancerres auf die Spitze. Orange- bis kupferfarben fließt er ins Glas.

Er hat ihn länger auf der Maische gelassen als seine anderen Weine, ganz ohne Angst vor griffigen Gerbstoffen. Muss man auch nicht haben. In großen Gläsern und mit ausreichend Belüftung fügen sich die Gerbstoffe wunderbar ein.

Mandeln und getrocknete Aprikosen, salziges Karamell, feinster Hochlandtee und zum Abschluss einen Hauch Pfeffer, das Ganze eingebettet in ein solides Tannin-Gerüst.

Sébastien Riffault ist wahrlich ein Meister der wilden Sancerre.

 

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Mehr zu Sébastien Riffault

Die Sancerre-Weine von Sébastien Riffault sind provokativ. Das soll ein Sancerre sein? Er sprengt die Grenzen des bekannten Stils - eindeutig. Enthusiasten und Weinverrückte lieben ihn, sein weltweiter Ruf innerhalb der Naturwein-Szene wächst stetig an.

Sein Ziel ist es, den Sauvignon blanc in seiner reinen und ursprünglichen Form in den Vordergrund zu stellen. Unser Liebling ist der wilde, ungezügelte Sauletas: Hardcore!

Erst 2004 übernahm er eine kleine Parzelle von seinem Vater Etienne und stellte sie auf biologischen, später auch auf biodynamischen Weinbau um. Das Ergebnis war so überzeugend, dass beide seitdem ausschließlich biodynamisch arbeiten.

Nahe des Dörfchens Sury-en-Vaux bewirtschaftet Sébastien seine Weinberge, denen er aus Liebe zu seiner litauischen Frau Namen in ihrer Muttersprache gegeben hat. „Akmeniné“, der Name seines 3 Hektar großen Sauvignon-Weinbergs, bedeutet „steinig“. Die Reben wachsen dort auf Kalk- und Lehmboden, der mit den typischen „Caillotes“ bedeckt ist.

Er liest sehr spät nur sehr geringe Erträge. Die Vergärung mit wilden Hefen erfolgt in alten, großen Holzfässern, anschließend durchlaufen alle Weine die malolaktische Gärung und kommen vollkommen ungeschönt und unfiltriert auf die Flasche. Einzig dem Quarteron Blanc wird eine minimale Dosis an Schwefel zugefügt, der Rest seiner Weine kommt ganz ohne aus.

Zugegebenermaßen sind seine Weine nicht gerade Everybody‘s Darling, aber wer sich einmal auf sie eingelassen hat, wird (wie wir alle) nur schwerlich wieder von ihnen lassen können!

 

Jahrgang: 2011
Weingut: Domaine Sebastien Riffault
Farbe: weiß
Land: Frankreich
Region: Loire
Rebsorte: Sauvignon Blanc
Trinkreife: bis 2020+
Trinktemperatur : 10-12 °C
karaffieren: nein
Besonderheit: Vin Naturel
Anbau: biodynamisch
Vergärung: wilde Hefen (spontan)
Ausbau: Barrique
Alkohol: 13 Vol. %
Schwefelgehalt: 0-5 mg/l
Boden: Kalk
Rebstöcke Alter: 40-50 Jahre
Verschlussart: Korken
Allergenhinweis: enthält Sulfite
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