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Viniculture Master Paket

Liebe Freunde,

Wer ein solchen Preis für sechs Flaschen Wein abruft, lockt normalerweise mit Punkten und Propheten. Solche Koordinaten langweilen mich! Die meisten Weine, die mich in den letzten dreißig Jahren wirklich berührt haben, habe ich fernab von ihnen gefunden: bei den Sonderlingen und unverstandenen Visionären.

Was ich zusammengestellt habe, ist ein Best of der letzten Jahrzehnte, ein Kondensat meiner Erlebnisse. Es sind teure Weine, ja – aber vor allem sind es Weine, die mir teuer sind. Es sind die raren Unikate, bei denen ich mich am liebsten in eine stille Ecke setzen würde, weil das, was da aus dem Glas kommt, mich tief berührt, Emotionen hervorruft, mich große Dankbarkeit spüren lässt. Die sechs Weine des Master-Pakets sind nicht weniger als meine persönlichen Glücksmomente. Lasst Euch drauf ein, Ihr werdet es nicht bereuen.

- Holger Schwarz

 

André Beaufort, Champagne

1999 Champagne Grand Crû Ambonnay

Ambonnay gilt als eine der besten Granc Crû- Gemeinden für hochwertigen, langlebigen Champagner. André Beaufort gehört nicht zu den bekanntesten Namen der Champagne. Dafür sind seine schäumenden Weine auch viel zu individuell und anspruchsvoll. Als einer der ersten Bio-Betriebe der Region hat das Haus über die Jahre eine treue Anhängerschaft gefunden, nicht erst seit der Listung im Kopenhagener Restaurant Noma. Die Grundweine sind eher burgundisch vielschichtig, die lange Lagerzeit auf der Hefe fügt feinstes Mousseaux hinzu. Brioche, Walnuss, auch etwas Jasmin und Hollerblüte. Dabei fast unendlich tief und von beeindruckender Aromenvielfalt. So unterschiedlich zu den Prestige-Marken des Handels. Nicht nur für mich: Ein Schlüssel-Erlebnis.

 

Richard Leroy, Loire

2017 Chenin blanc „les Noels de Montbenault“

Richard Leroy gilt für viele Naturwein fanboys und -girls als der König des Chenin blanc. Was soll ich sagen, er ist es auch für mich! Mittlerweile ist die Nachfrage enorm, wir könnten das zig-fache der uns zugeteilten Menge verkaufen. Leroy arbeitet mit großer Leidenschaft und Konsequenz. Er ist biozertifiziert, weigert sich jedoch das Zertifikat auf seinen Etiketten zu verwenden, da er den Verzicht auf Chemie als selbstverständlich ansieht. Im Weinberg arbeitet er biodynamisch, auf Schwefel versucht er weitestgehend zu verzichten. Die letzten Flaschen habe ich, liebe Freunde, speziell für dieses Master-Paket zurückgelegt.

 

Peter Jakob Kühn, Rheingau

2016 Riesling „Landgeflecht Unikat“

Peter Jakob Kühns trockene Rieslinge sind für mich die Burgunder unter den Spitzenweinen dieser Rebsorte. Was er an Aromen und Struktur rauskitzelt, wie er Verborgenes schmeckbar macht, sucht hierzulande seinesgleichen.  Wenn man sich die ganze große Menge großer trockener Rieslinge als Berg vorstellt, ist das Landgeflecht das Gipfelkreuz. Im Kernstück der Großen Lage Doosberg werden die Trauben beständig von warmen Winden getrocknet, sodass Pilzbefall nie ein Problem darstellt. Die Großen Gewächse Sankt Nikolaus und Doosberg sind schon absolute Spitzenweine – aber der Abstand zum Landgeflecht ist trotzdem gewaltig! Die schiere Konzentration ist einfach der Hammer! Quitte, Pampelmuse, Zitronen- und Orangenschalen, saftige Birne, schmelzend, salzig, dicht und mit wunderbarem Druck hinter all dem. Groß!

 

Weingut Geyerhof, Kremstal

1989 Grüner Veltliner „Hoher Rain“

In nicht wenigen Kellern im österreichischem Kremstal, schlummern noch gereifte Weine. Doch keiner hat uns so geflasht wie der Grüne Velltliner „Hohe Rain“ von Ilse Maier. Man spricht ja häufig von Pfeffer und Kräuternoten bei dieser Sorte. Meistens muss man sich das einbilden. Bei dieser seltenen Flasche aus dem Familienkeller der Meiers, wir aus dem Klischee genussreiche Realität.  Als eine der ersten ließ sich Ilse Maier 1988 schon zertifizieren wird zurecht als Bio-Pionierin bezeichnet.  Dieser Wein beweist auf unnachahmliche Weise, das Potential von Österreichs berühmtester Rebsorte. Welch Eleganz, welch Tiefe, welch Facettenreichtum! Eine fast transzendente Erfahrung.

 

Weingut Wasenhaus, Baden

 2017 Spätburgunder „Bellen“

Als ich vor gut 2 Jahren Alexander und Christoph besucht habe, war recht schnell klar: hier wächst Großes heran! Auch wenn die beiden recht lässig wirken, hier wird nichts dem Zufall überlassen. ALLE Weine sind empfehlenswert.  Aber der Spätburgunder „Bellen“ ist wirklich feinstes Burgund. Kein anderer deutscher Pinot Noir hat mich in letzter Zeit so beeindruckt. Das ist exakt geschnitten, wie verschwenderisch viele Lagen feinster Seide übereinander. Einer der letzten Kisten habe ich für euch bei Seite gelegt. Das könnt ihr zehn Jahre weglegen oder jetzt aus großen Gläser und vorher in eine Karaffe gegossen, genießen. Eine traumhaft feine Qualität aus dem Staufener Land. Danke, Christoph & Alex. Großes Kino!

 

Fréderic Cossard, Burgund

 2017 Morey St Denis „1er Crû Les Monts Luisants“

Wenn ich einen Wein auf die Insel mitnehmen dürfte, wäre es wohl dieser. Ein Wein für die entscheidenden Momente im Leben. Nicht nur für die happy times, wenn alles gut läuft. Auch für die Momente der Einkehr, der Reflektion, der inneren Unsicherheit. Dieser Pinot Noir ist weit mehr als nur in sich stimmig; er ist eine Herausforderung an den Geist, ein Spiegel unserer Phantasien, ein Ansporn zur Lebendigkeit und Authentizität. Wenn ich jetzt über Aromen rede, würde jedes Detail die Strahlkraft dieses Weines schmälern. Ich lasse es. Nicht unbedingt sexy, aber ungemein verführerisch. Vertraut mir. Weglegen für 10 – 15 Jahre oder in großen Kelchen jetzt genießen. Danke, Fred, du bist ein Genie!

 

Das Master Paket im Webshop

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Alle Preise inkl. gesetzl. Mehrwertsteuer.

Ab einem Bestellwert von 75,00 € entfallen die Versandkosten. (Österreich ab 150,00 €)
 
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